Till Seidel Band

Ein Leben für den Blues „Entscheidend ist: Hier kommt die Retrobluesband der Zukunft. Besseres gab’s lange nicht zu hören.“(Thomas Ritter, bluesnews 83)

Um Anfang der 2000er in der niedersächsischen Provinz auf den Blues zu kommen, braucht es vor allem Interesse. Zugegeben, in Hildesheim war der Weg zum Blues nicht ganz so umständlich, schließlich kommen einige der bekanntesten Blues Bands Deutschlands aus dieser kleinen Großstadt in der Nähe von Hannover. Als Till Seidel mit 14 Jahren zur Gitarre griff, gab es erstmal nur Musik der härteren Gangart. Doch woher hatte Angus Young seinen „Duck Walk“ und sein Bending? „Den Plattenschrank meines Vaters zu durchsuchen, war wie das Lesen eines Buches, was mit jedem Kapitel spannender wird. Auf einmal war da Chess Records, Howlin‘ Wolf, Muddy Waters, Little Walter und so viel mehr.“ Diese Musik war wie eine Offenbarung. Während im Radio Plastik Pop und Deutsch Rock rauf und runter lief, beschäftigte sich Till Seidel immer mehr mit Musik, die etwas zu erzählen hatte. „Vorrangig ging es am Anfang noch nicht einmal um die Texte, sondern die Art und Weise Musik zu spielen. Es war rau und ehrlich und hatte Ecken und Kanten. Nicht wie dieser weichgespülte Mist aus Funk und Fernsehen.“ Mit der Zeit schärfte Till Seidel immer mehr sein Profil. „Mit dieser Art von Musik fand ich meine Nische. Wenn Leute sagen, Blues sei langweilig, könnte ich aus der Haut fahren. Von den 20ern bis in die 60er Jahre kann wohl kein Genre mehr Vielfältigkeit bieten.“ Während er sich als Sideman in verschiedenen Bands am Anfang mehr dem 50s Blues widmete, um seinen Helden wie T-Bone Walker und Johnny Guitar Watson Tribut zu zollen, schlug er mit seiner eigenen Band einen neuen Weg ein. „Neu“ ist dabei relativ, denn natürlich gilt die Liebe weiterhin der Retro-Musik. Allerdings verschreibt er sich mit seiner Band mehr dem 60er-Jahre Rhythm & Blues. „Neben B.B. King, Freddie King und Otis Rush, stehe ich auch auf Little Milton, O.V. Wright und Al Green, in den 60er Jahren vermischten sich im R&B so viele Elemente von Blues und Soul und das macht mich an.“ Im Herbst 2015 konnte er sich mit seiner Art von R&B dabei vor amerikanischem Publikum beweisen. Er begleitete B.B. & The Blues Shacks auf ihrer California Tour und durfte dabei im Vorprogramm ran. Dabei konnte er neben dem Publikum auch Radio DJ Art Martel (Straight Up Blues Productions, Delta Groove) sowie Publizist David Mac (Blues Junction) von sich überzeugen. In der Oktober Ausgabe 2016 widmete das bluesnews magazine ihm ein zweiseitiges Feature und machte so in Deutschland auf den Newcomer aufmerksam. Der Weg des „kleinen dicken Jungen aus Niedersachsen“ geht weiter und so wird er im Frühjahr 2017 sein erstes Album unter dem Namen „Lazy Man’s Land“ veröffentlichen.

 

Till Seidel – Vocals, Guitar

Nico Dreier – Piano, Organ, Rhodes

Dirk Vollbrecht – Bass

Malte Albers – Drums

 

Till Seidel can record a wide range of R&B styles because he understands the blues.“ (Marc ‚TEE‘ Thijs; Blues, Roots and Soul Master)

Die Hoffnung stirbt zuletzt, und jetzt wahrscheinlich gar nicht mehr – Till Seidel haucht dem Blues neues Leben ein“ (Andreas Arlt, B.B. & The Blues Shacks)

Aus Hildesheim kommt der erst 24 Jahre junge Musiker. Jung ist auch die Art und Weise, in der er den Blues spielt. Funky wie James Brown geht er die Songs an. Leidenschaft, Fröhlichkeit, Nachdenklichkeit – es ist alles dabei“ (Westfälische Nachrichten, 2015)

 

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