Die Bands der Verdener Jazz- und Blues-Tage 2019

Conexión Cubana

Sie touren seit vielen Jahren weltweit und sind derzeit eine der gefragtesten, aufstrebenden Son Cubano Gruppen. In Kuba selbst ist die Band in aller Munde: „Conexión Cubana“ begeistern mit ihrer Spielfreude und ihrem Ideenreichtum aber auch durch erstklassige kubanische Musiker. Überschäumende Lebensfreude gepaart mit traditionellem Son Cubano macht diese Gruppe so erfolgreich. Bandchef Nicolás Sirgado ist einer der gefragtesten Komponisten und Arrangeure aus Havanna. Unzählige Platten- und etliche Fernsehproduktionen stammen aus seiner Feder. Bei seinem eigenen Projekt „Conexión Cubana“ ist er Leader und der Bassist. Nach fünf Europatourneen mit Luis Frank unter dem Namen „Soneros de Verdad“ hat er sich jetzt den legendären Sänger William Borrego Rodriguez ins Boot geholt. Der hat zuvor mit Größen wie Pancho Amat, Silvio Rodriguez, Pablo Milanes, Diego „El Cigalo“, Barbarito Torres oder Andy Montañez zusammengearbeitet und ist einer der ganz großen Sänger aus Kuba.


"Es gibt zur Zeit, Hand aufs Herz, keine mitreissendere Son-Formation als diese.” Ulrich Roth [JazzPodium]

Noch mehr Infos zur Gruppe finden sich hier

De Lorean

Klassiker und verborgene Juwelen der Rockgeschichte von Bands wie Steely Dan, Jimi Hendrix, The Police, Tom Petty oder Jeff Beck werden frisch und mit musikalischer Finesse von DeLorean in Triobesetzung neu interpretiert. Geliefert wird garantiert kein Mainstream! Das Bandrezept besteht aus einer großen Portion Rock, einer Prise instrumentaler Stücke gewürzt mit Fusion- und Jazz-Elementen, und nicht zuletzt aus drei Typen mit der Liebe zur ehrlichen und handgemachten Musik!

 

Besetzung:

Thorsten Käsekamp: Gitarre, Gesang

Stefan Käsekamp: Schlagzeug, Gesang

Volker Fastenau: Bass, Gesang

Dictionary of Funk

Funky Grooves, ehrliche Soul-Power und ein charismatischer Frontmann – das ist DICTIONARY OF FUNK. Zahlreiche Konzerte bei Festivals, Stadtfesten und in Clubs sowie Erfolge bei Wettbewerben liefern den Beweis für höchste Bühnenqualität. „Mit kurzweiligen Themen bediente die agile Gruppe das Genre authentisch und auf hohem Niveau […] mit perfektem Timing und absoluter Stilsicherheit, und garantierte so einen begeisternden Auftritt.“ (Weserkurier) Nach zwei Alben voller innovativer Eigenkompositionen und der Auszeichnung mit dem Deutschen Rock- und Pop-Preis ist aktuell neues Material unterwegs. Diese „frische Funkshow mit Aha-Effekt“ (Nordwest Zeitung) sollte sich keiner entgehen lassen!

DOCTOR CLEANHEAD

Foto: Meike Goebel
Foto: Meike Goebel

Roots · Gospel · Blues   aus Bremen seit 2017

„The Blues cures the blues“ – Der Blues heilt den Blues. So sagte es mal John Lee Hooker.

Es ist genau dieser Satz, den sich die  vier  Musiker  von  Doctor  Cleanhead  auf  ihre  Fahnen  geschrieben haben. Sie spielen den Blues, wie er ursprünglich gedacht war: Einfach in  Melodie  und  Text,  dafür  umso  zwingender  im  Groove,  und  immer wieder auch mit dem Mut zu ehrlichen und mitreißenden Gefühlen, von der  verträumten  Ballade  zum  stampfenden  Boogie,  vom  andächtigen Gospel zum traditionellen Roots. Die Mitglieder der Band, ausgestattet mit reichlich persönlicher Musik- und Lebenserfahrung, haben sich bewusst für die „musikalische Schlichtheit“ entschieden, um dadurch ihren eige-nen,   unverwechselbaren   Sound   zu   entwickeln.   Wozu   unter   anderem   gehört,   dass mehrstimmige  Gesänge  sowie  urwüchsige,  nicht-elektrische  Instrumente  wie  Harmonika, Mandoline, Banjo, Cajon und Resonatorgitarre zum Einsatz kommen. Das  Programm  reicht  von  Robert  Johnson  über  Muddy  Waters  und  Leadbelly  bis  zu  Janis Joplin, wobei die Stücke auf das Wesentliche reduziert und auf den Punkt gebracht werden. „Cleanhead“-Musik  eben,  frei  von  intellektuellen  Störfeldern.  Was  aber  nicht  heißen  soll, dass zwischen den Musikstücken auch einige interessante Details zur Blues-Geschichte und ihren  schillernden,  aber  oft  auch  vergessenen  Repräsentanten  ausgebreitet  werden.  Denn Blues heißt nicht zuletzt, dass dort Musik von Menschen für Menschen gemacht wird.

 

Die Musiker von DOCTOR CLEANHEAD sind:

Jörg Zittlau Gitarren/Resonator/Gesang

Rainer Hoveling Gitarren/Gesang

Michael Höptner Harmonika/Gesang/WB

Timo Jahnke Cajon/Percussion

 

Hörproben finden sich hier

Generation Blues

Die Bands für 2019 sind noch nicht komplett. Schaut immer wieder mal rein - sie werden nach und nach ergänzt.

Die Band aus Verden besteht aus Musikern, dreier Generationen im Alter von 30 Jahren bis Mitte 70. Sie erlauben sie sich den „Luxus“, nur Stücke zu spielen, die Ihnen ausnahmslos gut gefallen und das merkt man der Musik auch an. Die Cover-Stücke werden von ihnen – insbesondere, wenn sie sehr bekannt sind – so verändert, dass sie „blueslastiger“ oder jazziger klingen, manchmal auch rockiger als im Original. Daraus entsteht eine bunte Musikmischung von modernen Sounds, gepaart mit Tradition. Bei Rockrhythmen oder sanften Balladen sieht man sieht den Jungs an, dass sie auf der Bühne Spaß haben. Unbeschwert wird hier die Musik gelebt! Das Programm reicht von Blues über Jazz zum Rock. So finden sich ruhige Töne von Chris Isaak oder John Mayer neben Blues à la Route 66, gefolgt von dreckigen Hendrix-Sounds bis hin zur Clapton-Ballade. So vielfältig, wie die Songs, so auch die bisherigen und anstehenden Gigs. Vom Club Gig über Firmenfeiern oder Frühschoppen bis hin zu Begleitung von Literaturveranstaltungen ist alles dabei.

 

Besetzung:

Klaus Bormann – Bass / Gesang

Karsten Grewe – Piano / Orgel / Gesang

Rolf Thiele – Schlagzeug / Gesang

Florian Wolbers – Gitarre / Gesang

Larry and the Handjive

"You sound very british" sagte Dave Dee, Frontmann von “DAVE DEE, DOZY, BEAKY, MICK & TICH, zu Larry and the Handjive, als sie sich Anfang der 90er Jahre zum ersten Mal trafen. Ein großes Lob für die Band von einem ganz Großen der britischen Beat-Musik! Viele Jahre danach noch sollten die Larrys mit ihm zusammen auf der Bühne stehen. Im Jahr 1986 startete die Band - mit einem Gruppennamen, der angelehnt ist an den Johnny Otis Song “Willie And The Handjive” -, weil sie wußten, dass die Zeit richtig war, um den klassischen Sound der 50er und 60er Jahre wieder auf die Bühne zu bringen. Mit Originalinstrumenten und –verstärkern kreierten sie eine authentische Rock’n’Roll- und Beat-Show. Bereits 1989 trafen sie Tony Sheridan bei einem Konzert in Osterode. Er, der Anfang der 60er Jahre mit den Beatles spielte und mit ihnen seinen Hit “My Bonnie” aufnahm, war von Larry and the Handjive so begeistert, dass er sie bat, ihn bei seinen Konzerten zu begleiten. Bis zu seinem Tod 2013 waren sie mit ihm fast 25 Jahre lang in Europa unterwegs.


In ihrer langen Karriere spielten Larry and the Handjive weit mehr als 1.000 Konzerte. Daneben waren sie oft zu Gast bei Radio- und Fernsehproduktionen in ganz Deutschland (u.a. bei der ZDF-Show „Let’s Have A Party“ mit Thomas Gottschalk). Auch als Tourband namhafter Künstler wie Dave Dee, Chris Andrews, Michael Holm oder Casey Jones war die Band unterwegs. Anläßlich der Veranstaltung “50 Jahre Beat Club” begleiteten sie Inga Rumpf, die einzige deutsche Rocksängerin mit Weltformat! Seit 2008 sind sie außerdem die “Beat Club House Band”, die offizielle Band der Radio-Bremen-Veranstaltungsreihe “Beat Club & Friends. TV-Mitschnitte der Konzerte – unter anderem mit Dave Dee und Tony Sheridan – wurden in der Sendereihe “Vinyl” gezeigt. Als einzige Band weltweit ist es ihnen gestattet, das Beat-Club-Logo zu verwenden!

 

Neues Album in 2016
Insgesamt sechs Tonträger haben Larry and the Handjive bisher herausgebracht. Die letzte Produktion, die 2016 veröffentlicht wurde, spielte die Band ausschließlich mit akustischen Instrumenten „live auf’s Band“ in einem altehrwürdigen Studio, in dem die Zeit stehengeblieben ist und man die 60er Jahre förmlich atmen kann.

 

Noch mehr Infos und Hörproben finden sich hier 

Mountain Village Jazzband

Foto: Søren Hauge Carlsen
Foto: Søren Hauge Carlsen

Im Frühjahr des Jahres 1964 im Hamburger Vorort Bergedorf (daher auch der Name MOUNTAIN VILLAGE) gegründet, besteht die Band jetzt mehr als 40 Jahre. Keines der Gründungsmitglieder ist mehr dabei, wenngleich noch einige in anderen Bands aktiv sind. Ältestes Bandmitglied ist der Schlagzeuger und jetzige Bandleader Klaus Albrecht, der seit 1973 dabei ist. Stilrichtung der Band ist CHICAGO-DIXIELAND, ebenso wie guter BLUES, sowie MAINSTREAM und SWING. Dazu noch hervorragend interpretierte Balladen. Trotz der Besetzungsänderungen sind die MVJ stets ihrem eigenen Sound treu geblieben

Die NDR Bigband

Bild: Michael Zapf | NDR
Bild: Michael Zapf | NDR

Die Solistenband
Seit über 40 Jahren ist die NDR Bigband als Jazz-Orchester eine Instanz. Entstanden aus den Wurzeln eines reinen Rundfunk-Ensembles hat sie sich seit den 70er-Jahren zu einer Band entwickelt, die nicht nur ein umfassendes Jazz-Repertoire bedient, sondern auch eigene Impulse setzt, Genregrenzen erweitert, mit Weltstars auftritt und diese zu Konzerten in alle Ecken Norddeutschlands holt. Die NDR Bigband lebt von starken Persönlichkeiten mit unverwechselbarer Biografie, eigenen Stärken, Vorlieben und Abneigungen. Jeder einzelne Musiker ist ein Meister seines Fachs – und keiner wie der andere. Aber in einem sind sie sich einig: Was zählt, sind der Sound, der Groove, die Melodie – die Musik eben. Für die brennt die Band mit Haut und Haar – und das ist zu spüren, wann immer sie auf der Bühne steht. Als Ensemble des öffentlich-rechtlichen Rundfunks bewegt sich die Arbeit der NDR Bigband zwischen verschiedenen Schwerpunkten: Einerseits gilt es, das musikalische Erbe aus einem Jahrhundert Jazz-Geschichte zu pflegen, andererseits am Puls der Zeit zu bleiben, was aktuelle musikalische Entwicklungen angeht. Egal, ob geballte Bläserpower oder zarte Klänge gefragt sind, knifflige lateinamerikanische Rhythmen oder stampfende Beats. Es gibt kaum eine Stilrichtung, kaum eine Crossover- Schnittstelle, die die NDR Bigband nicht bereits ausgelotet und sich zu eigen gemacht hat - von den immer wieder speziell für die Band komponierten Programmen ganz abgesehen. Seit Herbst 2016 hat sie mit dem norwegischen Saxofonisten, Komponisten und Bandleader Geir Lysne einen neuen Chefdirigenten. Er steht für den unbedingten Willen zur musikalischen Weiterentwicklung, wobei er gleichermaßen die Kraft hat, diese mit höchsten Ansprüchen voranzutreiben, wie die Fähigkeit, den Musikern mit seiner freundlichen und gelassenen Art den nötigen Raum zu geben, diesen Weg als gemeinsamen Prozess zu gestalten. Geir Lysne folgt auf Jörg Achim Keller, der die NDR Bigband als Erster Gastdirigent weiter begleiten wird.
Zahlreiche Einladungen zu Festivals und ins Ausland, mehrere sowie über 60 Tonträger- Veröffentlichungen in den letzten Jahren stehen für sich. Bei durchschnittlich rund 20 Projekten mit mehr als 60 Konzerten jährlich ist die Taktung dicht und präzise: Am einen Tag Probe, am anderen Aufnahmen für eine CD-Produktion, dann auf Konzerttour und im Anschluss mit frischen Ohren an das nächste Programm. Wer auf diesem Niveau Musik macht, weiß auch, wie wichtig es ist, den Nachwuchs möglichst früh für den Jazz zu begeistern und bei der Entwicklung zu unterstützen. Deshalb gehören Familienkonzerte nicht nur fest in den Spielplan, die NDR Bigband, entwickelt zusätzlich eigene Programme für Kinder. Auch der direkte Austausch mit jungen Musikern ist der Band wichtig. So besucht sie jedes Jahr Schul-Bigbands in ganz Norddeutschland, um mit ihnen – zu Gast in Schulaula oder Sporthalle - ein gemeinsames Konzert zu spielen. Außerdem lobt die NDR Bigband Nachwuchswettbewerbe aus und arbeitet mit dem Jazz- Bereich der Hamburger Musikschule für Musik und Theater zusammen.

Alon & Joca

Bild: Victor Muper
Bild: Victor Muper

Die Geschichte dieses Duos begann vor zwanzig Jahren. Damals war Joca Perpignan gerade in Boston eingetroffen, wo er am renommierten Berklee College Jazz studieren wollte. Und weil er aus Rio de Janeiro gekommen war, erzählte man ihm von „diesem guten Latin-Pianisten“, der im „Wallace´s“ auftrete. Am Abend besuchte er den kleinen Club. „So habe ich Alon getroffen“, erzählt der gebürtige Brasilianer Joca heute. „Und die Chemie stimmte vom ersten Takt an.“ Immerhin hatte Alon als junger Mann in Costa Rica gelebt und spielte mit dem kubanischen Saxofonisten Paquito D´Rivera preisgekrönte Alben ein. „Er hat diesen starken südamerikanischen Akzent“, freut sich Joca. „Wenn wir zusammen spielen, dann klingt er wie ein Brasilianer." Und so verloren sie sich auch nicht aus den Augen, als Alon nach dem Studium in New York mit Kollegen wie Freddie Hubbard und Ravi Coltrane auf der Szene Fuß fasste. Joca zog derweil in die Nähe seiner Eltern nach Tel Aviv und gründete dort ein eigenes Quartett. Und wann immer sich eine Gelegenheit ergab, trafen sich die beiden zu Konzerten rund um den Globus, als Duo oder auch mit Gästen wie Dave Liebman. Auch ihre Musik nimmt Klänge aus der ganzen Welt auf: aus Südamerika, Afrika und aus dem Nahen Osten. „Musik kennt keine Grenzen“, sagt Alon Yavnai. „Sie kennt verschiedene ästhetische Regeln, die wir Musiker lernen. Aber wir denken ja nicht: Heute spiele ich etwas Latin Jazz und dann was von Bach. Kreative Musik ist doch immer eine Mischung.“ Die NDR Bigband, mit der Alon und Joca jetzt diesen Mix erweitern, gibt ein gutes Beispiel für die kreative Vielseitigkeit, die Alon meint: „Diese Musiker sind offen für jede Art von Musik. Sie spielen jede Woche etwas völlig Neues. Und das spielen sie authentisch: mit all den Erfahrungen, die sie gemacht haben.“

 

NDR Bigband feat. Alon & Joca
Alon Yavnai (p,voc)

Joca Perpignan (perc, voc)

Nils Landgren

Bild: Thron-Ullberg
Bild: Thron-Ullberg

Man fragt sich, was der Mann mit der roten Posaune eigentlich nicht kann – er sorgt  seit Jahren für euphorisch bejubelte Konzerte von Stockholm bis Peking. Als Sänger zeigt er, »wo man das Gemüt immer am zuverlässigsten trifft: mitten ins Herz« (Die Welt), der Weltklasse - Solist und Künstler mit Herz und Biss: Nils Landgren. Er zählt zu den erfolgreichsten europäischen Jazzmusikern überhaupt und zu den ganz wenigen, die mit Jazz ein breites Publikum, weit über die Szene hinaus erreichen, ohne sich dabei künstlerisch oder persönlich zu verbiegen. Mit seinen eigenen Produktionen erreicht er regelmäßig den German Jazz Award, in Schweden erhielt er 2013 den GRAMMY für sein Lebenswerk und 2012 den Sir George Martin Music Award aus den Händen des legendären Beatles - Produzenten. Er stand mit ABBA im Studio und ist Mitglied der aktuellen CRUSADERS Besetzung. Auch er, wie der Künstler aus dem letzten Konzert des Jubiläumsjahres 2018, Gustav Peter Wöhler, sorgten für eine ausverkaufte Elbphilharmonie.

Nils Landgren tritt mit dem Solisten - Trio Jan Lundgren (Piano), Lisa Wulff (Kontrabass) und Rasmus Kihlberg (Drums) in Verden in der Stadthalle auf.